Autor Katja Kuhl

19/12/2025

Matthias Koeberlin

Mein fünftes Porträtshooting mit Matthias Koeberlin führte mich nach Köln, eine Stadt, in der ich sonst kaum bin. Weil ich an den Tagen davor bereits für ein anderes Projekt dort war, passte es perfekt. Und Matthias freute sich, ausnahmsweise nicht zu mir nach Berlin reisen zu müssen, um neue Fotos machen zu lassen. Am Vormittag unserer Session bin ich allein losgezogen und habe nach passenden Orten gesucht. Den Tipp für die Unterführung bekam ich von meinem Kollegen Sascha Etzbach. Direkt um die Ecke entdeckte ich eine Kirche mit spannenden Oberflächen und Texturen. Den Rest fotografierten wir in der Umgebung des Hauptbahnhofs. Dort fand ich spannende urbane Spots, die perfekt in mein Locationsuchraster passten. Es war ein sehr kalter Tag im Februar. Matthias nahm es gelassen, stand entspannt im T-Shirt vor der Kamera und blieb erstaunlich locker.
Mir dagegen froren fast die Finger an der Kamera fest. Aber vielleicht braucht es genau diesen Kontrast von äußerer Kälte und innerer Ruhe.

04/12/2025

Kirsten Radermacher

Es war ein typischer Apriltag, als ich mich mit der Schauspielerin Kirsten Radermacher zum Porträtshooting traf: wechselhaftes Licht, kalter Wind, zwischendurch etwas Sprühregen. Also genau die Sorte Wetter, die man als Fotografin nicht bestellt, aber gut kennt, und mit der man arbeiten kann, wenn man flexibel bleibt.
Damit wir uns zwischendurch immer wieder aufwärmen konnten, habe ich Locations gewählt, die in Laufnähe meiner Wohnung liegen. Dadurch hatten wir einen kleinen, aber sehr angenehmen Luxus: Umsytlings und kurze Pausen im Warmen, Kaffee oder Tee in der Hand, und dann wieder entspannt raus zum nächsten Setting.
Mit dabei war die großartige Sonja Shenouda für Hair & Make-up, die mit ihrer Ruhe und ihrem Blick für Details immer genau den richtigen Ton trifft.
Kirsten ist eine Schauspielerin mit einer starken, klaren Präsenz und gleichzeitig einer feinen Leichtigkeit, deren Intensität ich unbedingt einfangen wollte.
Das einzige wirklich herausfordernde Motiv des Tages war das letzte Outfit mit dem Kleid. Der Wind war inzwischen so frostig, dass man eigentlich niemanden freiwillig draußen stehen lassen wollte. Aber das Setting aus Architektur, Steintextur und dem Wind, der das Haar bewegt, passte irgendwie perfekt.
Kirsten hat tapfer durchgehalten und dem Wetter mit einer beeindruckenden Professionalität getrotzt. Und am Ende hat uns genau dieser Wind ein paar sehr spannende Bilder geschenkt.
Trotz Aprilwetter, kalten Fingern und fliegenden Haaren war es ein unglaublich schöner Tag mit einem Shooting, das genau zeigt, warum ich Porträts so liebe: Man arbeitet mit dem, was der Tag bringt. Oft ist es nämlich gerade das Unperfekte, das die stärksten Bilder möglich macht.

21/11/2025

Hauke Diekamp

Hauke und ich haben uns vor einigen Jahren bei der Premiere von Dogs of Berlin kennengelernt. Wir haben damals direkt über eine mögliche Porträtsession gesprochen, und wie das manchmal so ist, hat es dann doch ein bisschen länger gedauert, bis wir den Termin wirklich gefunden haben. Rückblickend kann ich nur sagen: Die Wartezeit hat sich gelohnt.
Vor einigen Wochen haben wir das Shooting endlich umgesetzt. Wir hatten vier Hauptmotive mit ein paar Varianten, und jedes einzelne hat für sich funktioniert. Hauke brachte unterschiedliche Outfits mit, die zunächst sehr gegensätzlich wirkten – am Set aber allesamt erstaunlich stimmig waren. Dadurch konnten wir sehr unterschiedliche, aber immer authentische Stimmungen einfangen.
Gestern habe ich meine persönlichen Favoriten ausgewählt und dabei gemerkt, wie viele starke Motive in dieser Session entstanden sind. Deshalb teile ich die Ergebnisse auf zwei Blogposts auf. Heute kommt der Teil mit den Farbfotos, die Schwarzweißserie folgt später.

12/11/2025

Charlotta Jacobeit


Heute präsentiere ich Euch eine neue Porträtserie mit der Schauspielerin Charlotta Jacobeit.
Wie immer starteten wir mit einem kleinen Fitting, bei dem wir gemeinsam die im Vorfeld besprochenen Outfits auswählten. Anschließend ging Charly bei Hair & Make-up Artist Sonja Shenouda in die Maske, bevor wir zur ersten Location aufbrachen.
Schon nach kurzer Zeit waren wir im Flow. Die Atmosphäre war konzentriert, aber gleichzeitig leicht und lebendig. So entstanden schnell viele ausdrucksstarke Aufnahmen, sodass wir bald zur nächsten Location wechseln konnten. Alle Orte lagen ganz in der Nähe meiner Wohnung, was uns zwischendurch den Wechsel der Outfits besonders unkompliziert machte.
Das letzte Motiv fotografierten wir schließlich direkt in meiner Wohnung. das war ein schöner Abschluss eines rundum inspirierenden Tages.
Am Ende waren wir alle sehr glücklich mit der Vielfalt und Intensität der entstandenen Porträts.
Hier sind meine Favoriten:

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