
Am Morgen meines Shootings mit Schauspieler Yannick Fischer war ich in einer Ecke von Friedrichshain unterwegs, in der ich sonst kaum zu Fuß bin. Dabei fiel mein Blick erneut auf ein Gebäude mit einer dunklen Fassade, das mir schon öfter aufgefallen war. Diesmal hatte ich Zeit, es mir genauer anzusehen, und beschloss spontan, am Nachmittag mit Yannick dorthin zurückzukehren.
Vor Ort wartete allerdings eine Überraschung auf uns. Ausgerechnet die schattige Seite, die ich mir als perfekte Kulisse vorgestellt hatte, wirkte auf den Bildern eher unspektakulär. Viel spannender war die Sonnenseite mit ihrem harten Licht.
Dort entstand eines meiner Lieblingsbilder dieser Serie. Ich erinnere mich noch genau an meine Begeisterung, als ich durch den Sucher sah, wie geheimnisvoll das Licht über Yannicks Gesicht wanderte und wie stark der Kontrast zwischen der dunklen Wand und seinem hellen Anzug wirkte.
Für klassische Schauspielerporträts eignet sich so hartes Licht allerdings nur bedingt. Wenn die Augen zu sehr im Schatten liegen, geht viel Ausdruck verloren. Deshalb wechselten wir anschließend zu Locations mit weicherem Licht und fotografierten dort den Großteil der Serie. Auch dabei sind viele meiner Lieblingsbilder entstanden.
Mich reizt an Schauspielerporträts besonders, innerhalb eines Shootings ganz unterschiedliche Facetten einer Person sichtbar zu machen: vom geheimnisvollen Charakterbild bis zum offenen, fast spielerischen Porträt.
Hier kommt Teil 1 mit den Farbfotografien. Teil 2 mit den Schwarz-Weiß-Bildern und weiteren Aufnahmen im harten Sonnenlicht folgt in den nächsten Wochen.





















































































































