Kategorie Music

15/06/2020

Moses Pelham – „Du“ Video


Letzte Woche veröffentlichte Moses Pelham das Video zu dem Song „Du“. Ich glaube, ich habe in den letzten 25 Jahren an keinem Video so lange gearbeitet wie an diesem. Es wurde so oft umgeschnitten und über den Haufen geworfen, wie kein anderes meiner Videos zuvor. Angefangen hat es damit, dass wir den Dreh zu „Wunder“ in Israel planten. Bei meiner Recherche über das Land fand ich so viele interessante Motive, die aber nicht alle zu „Wunder“ passten, und so schlug ich Moses vor, dass wir versuchen sollten, auch noch „Du“ in Israel zu drehen. Ich hatte eine passende Idee, die wir easy vor Ort umsetzen konnten. Zurück in Deutschland haben wir das Ganze dann geschnitten, aber wieder verworfen. Übrig blieben einige Performanceshots, die wir beide richtig gut fanden und mit neuen Performancebildern aus Frankfurt ergänzen wollten. Nachdem wir das Ganze dann neu editiert hatten, passierte erst mal lange nichts, die anderen Videos wurden veröffentlicht und die Tour begann und endete abrupt im Coronalockdown. Wir änderten dann noch ein paar Kleinigkeiten am Schnitt, aber irgendwie fehlte immer noch was. Und dann – inspiriert von den vielen coronabedingten Facetime-, Skype- und Zoomkonferenzen und den remote Photoshoots, die in meinem Instagramfeed auftauchten, hatte ich spontan die Idee, Webcamszenen in das Video zu integrieren, und somit eine 2. Ebene zu schaffen. Moses mochte meinen neuen Ansatz sehr und so entwickelte ich einige visuelle Guidelines und ein passendes Briefing und wir sammelten von allen Menschen, die Moses wichtig sind, die entsprechenden Szenen ein, die ich dann nochmals von meinem Monitor abfilmte und meinem Kollegen Mikis Fontagnier, zusammen mit dem bereits geschnittenen ursprünglichen Video zum Schneiden gab.

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Produktionsleitung Israel: Jan Färger
Produktionsleitung Frankfurt: Yvonne Setlur
Editor: Andrea Guggenberger & Mikis Fontagnier
Grading Performance: Bow Couleur
Postproduktion: Mikis Fontagnier
Ich selbst bin für Regie und Kamera verantwortlich

02/06/2020

Capitano

Es ist schon Weile her, dass ich die großartige Band Capitano vor der Linse hatte. Die Fotosession fand an einem frühen Sonntagmorgen in Frankfurt statt. Rechtzeitig zu einem gemeinsamen, ausgedehnten Frühstück waren wir dann schon mit dem ganzen Shooting durch.

20/04/2020

Fler – Unterwasser

Ende letzten Jahres fragte mich Fler, ob wir ein Fotoshooting Unterwasser machen könnten. Ich wusste, dass es sehr aufwendig werden würde, weil wir ein passendes Becken brauchen, ein recht großes Team mit Safetydivern, Helfern und Beleuchtern und eine ganze Menge Licht.
Anfang Januar war es dann soweit. Die ersten Stunden des Tages verbrachte ich damit, mich an das Tauchequipment zu gewöhnen, um unter Wasser atmen zu können. Ich empfand das zu Beginn sehr bedrückend, Neoprenanzug, Flasche auf dem Rücken, Tauchmaske auf dem Gesicht, und überall Schläuche, dazu kam die Akustik und die ungewohnten Atemgeräusche. Aber als ich einigermaßen entspannt atmen konnte und die Kamera in die Hand nahm, ging das Gefühl der Beklemmung sofort weg, weil ich mich aufs Bild und nicht mehr auf die ungewohnte Umgebung konzentrierte. Allerdings musste ich feststellen, dass Tauchmaske und Mundstück deutlich mehr im Weg waren, als ich dachte und so war der Blick durch den Sucher meiner Kamera nicht möglich. Ich musste also über das Display fotografieren. Leider funktionierte die Bedienung meiner Nikon durch den Wasserschutz nicht optimal, so dass ich auf mein Fujiequipemt ausweichen musste, das durch die Hülle besser ansprach. Zum Glück hatte ich beide Systeme dabei. Als Fler dann am Nachmittag dazustieß, legten wir gleich los. Fler wollte nicht mit Atemgerät arbeiten, so dass wir nicht dauerhaft auf dem Grund des Beckens fotografieren konnten, weil sonst zu viel Zeit durch das Auf und Abtauchen verloren gegangen wäre. Wir arbeiten also überwiegend nah an der Wasseroberfläche, und Fler tauchte zum Luftholen immer auf. Das kostete natürlich Kraft und war sehr anstrengend. Das Shooting dauerte fast 5,5 Stunden. Davon waren wir fast ununterbrochen im Wasser. Ich selbst war nur 3x kurz außerhalb des Beckens, um Bilder zu checken und Karten und Akkus zu wechseln. Es war gar nicht so einfach, zu den gewünschten Ergebnissen zu kommen, weil sich unter Wasser nicht alles so einfach kontrollieren lässt. Technik, Licht, Bewegungen, Kleidung, Haut, Gesichtsausdrücke, alles funktionierte und wirkte anders. Glücklicherweise ist Fler sehr fokussiert und gibt nicht eher auf, bis alles im Kasten ist, und so kamen wir am Ende des Tages zu einigen sehr coolen Ergebnissen, die ich hier zeige.

Vielen Dank auch an die Crew, ohne deren Hilfe das Ganze nicht funktioniert hätte:
Technische Beratung, Koordination, Betreuung: Filmyard/Uwe Steckhan
Safety Diver: Uwe & Evan
Oberbeleuchter: Jonathan Beneteau

Und hier kommt ein kleines MakingOf Video, das Uwe Steckhan von filmyard gedreht hat:

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13/04/2020

Moses Pelham – Backstein Video

Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als mir Moses das erste Mal seinen Song „Backstein“ vorspielte. Wir saßen im Auto und fuhren vom Ramon Krater nach Jerusalem. Ich war sofort Feuer und Flamme für den Song und hatte direkt ein Gefühl dafür, wie sich das Video dazu anfühlen muss und war dann etwas enttäuscht, als mir im Laufe der „Emuna“ Kampagne klar wurde, dass für den Song gar kein Video geplant war. Umso mehr freute ich mich, als mir Moses im Februar sagte, dass „Backstein“ vielleicht ein Songkandidat für ein „Tour“ Video sein könnte. Wie gut, dass ich noch von der „Herz“ Tour wusste, dass es einige ziemlich coole Backstagemotive gab, die sich für Performancetakes eignen würden, und so konnte ich mir schon ein emotionales Bild des fertigen Videos machen. Ich wusste, was für eine Energie und Dynamik ich visualisieren musste, und wollte das dann direkt während der „Emuna“ Tour voran treiben. Eine erste dazu passende Location davon bot sich mit dem Bühneneingang vom Hirsch in Nürnberg an, unserem 2 Tourstopp. Obwohl wir noch gar keine Liveversion des Songs hatten, konnte ich Moses überreden, ein paar Shots an diesem mit Stickern beklebten Ort zu machen. Der nächste Gig war im LKA in Stuttgart geplant. Auch hier entdeckte ich einige Spots, die zu dem Gefühl passten, das ich mir für das Video vorstellte. Dummerweise wurde aufgrund der bekannten Maßnahmen zur Eindämmung von Covid 19, der Auftritt mittags noch während des Bühnenaufbaus abgesagt. Moses und ich nutzen dann die Zeit des Abbaus, um an dem Video weiterzuarbeiten und drehten noch ein paar Szenen. Auch als wir im Nightliner saßen, um nach Frankfurt zurückzufahren, nutzten wir die Zeit, um aus dem drohenden Tourabbruch noch etwas Gutes zu machen, und filmten ein paar „Backstein“ Durchgänge im oberen Bereich des Busses. Ich hatte das Gefühl, dass wir einige gute Momente einfangen konnten und schlug Moses vor, dass wir nur noch ein Motiv bräuchten, um aus dem Material ein gutes Video schneiden zu können. Und so trafen wir uns zwei Tage später dort, wo Moses immer mit seiner Band probt, um auf der Toilette, die sich perfekt in den Look and Feel unserer Videomotive einfügte, die fehlenden Shots zu drehen. Die darauffolgenden Tage schloß ich mich mit Engin Peker im 3p Büro ein, und wir schnitten aus dem Material ein Video, das meiner Meinung nach perfekt ist wie es ist.

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Schnitt und 360° Kamera: Engin Peker
Regie, Kamera & Grading: ich

30/03/2020

Fler – Atlantis

Seit Freitag kann man nun endlich das neue Album „Atlantis“ von Fler kaufen. Die Fotos für das Cover und das Artwork haben wir vor einigen Wochen in einer Waschstrasse in Berlin gemacht. Wir hatten nicht viel Zeit zum Fotografieren, weil der Betreiber der Waschstrasse, der uns freundlicherweise unterstützte und dort arbeiten ließ, möglichst bald Feierabend machen wollte. Wir haben das Auto 4x durch die Waschstrasse geschickt. Beim ersten Mal haben wir uns den besten Spot für die Fotos ausgesucht, dann habe ich zwei konzentrierte Durchgänge mit Fler gemacht, bei denen einige sehr schöne Fotos entstanden sind und dann haben wir den Wagen nochmals durchfahren lassen, um ein paar Stimmungsbilder fürs Artwork zu machen. Nach weniger als 30 Minuten waren wir mit der Session durch. Hier ist eine kleine Auswahl der Bilder:

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