Kategorie Zurück zum Anfang

29/06/2021

Zurück zum Anfang 10

Seit 2009 habe ich 13 verschiedene Artikel mit Bildern aus meinen Anfängen gepostet. Das sind nicht viele in Anbetracht der Tatsache, dass ich noch eine ganze Menge analoge und frühe digitale Fotos auf meinen Festplatten habe, die ich hier sehr gerne zeigen möchte. Der besseren Übersicht zuliebe werde ich alle zukünftigen Beiträge durchnummerieren.

Den Anfang mache ich mit Rogerio. Ich lernte ihn 1997 bei einem Videodreh kennen, den ich fotografisch dokumentierte. Er war als Komparse am Set und sprach mich an, wir kamen ins Gespräch und verabredeten uns, ein paar Fotos zu machen. Ich fand ihn sehr fotogen und habe daher zu der Zeit einige freie Projekte mit ihm umgesetzt. Das Titelbild für den Beitrag entstand 1999 im Olympiastadion. Ich hatte damals einen abgelaufenen TMX 3200 mit meiner Nikon F2 bei strahlender Sonne extrem überbelichtet und mochte den dabei entstandenen Look wirklich sehr. Das Farbbild entstand am gleichen Tag mit meiner Zenza Bronica SQAi.

Aus dem gleichen Jahr stammt das Porträt von Begzhin, das ich an einer Ruine am Nordbahnhof fotografierte.

1997 war ein sehr produktives Jahr. Neben vielen freien Projekten gab es einige Fotojobs für die Musikindustrie. Zum Beispiel das Shooting mit der Band Chilli, die ich 1997 beim Videodreh zu Tic Tic Tac vor einer weißen Wand in der Nähe des Sets fotografiert habe. Für die Single wurde damals ein Farbfoto aus der Session verwendet, aber ich mag dieses SW Foto viel lieber.

Das folgende Foto zeigt eine Sängerin namens Cebeki. Es ist ebenfalls 1997 entstanden. Hier mag ich wie die Strukturen von Outfit und Hintergrund miteinander harmonieren.

Aus dem Jahr 1996 stammt das Foto von Finesse. Die Band war bei der BMG gesignt, für die ich zwischen 1996 und 1999 einige Projekte fotografiert habe. Dieses Bild ziert das Cover der Single „Summertime“.

Die beiden folgenden Porträts von dem Schauspieler Thomas Lehmann sind quasi meine ersten Schauspielerporträts. Sie entstanden im Jahre 1999. Thomas war der Freund eines Freundes und als er Fotos brauchte, fragte er mich. Ich habe damals ziemlich unbedarft einfach drauflos fotografiert.

Fabian Knecht ist Künstler. Anfang der 2000er machte ich einige Porträts von ihm, bei dem ich meinen letzten schon viele Jahre abgelaufenen Polaroid Polachrome belichtet habe. Die Emulsion war schon sehr brüchig, so daß sie sich auflöste und für einen spannenden Look sorgte.

23/05/2021

Zurück zum Anfang: Sid & Dana

Mein heutiger Beitrag zeigt Bilder von Sid & Dana aus dem Jahre 2000.
Die beiden gehörten zu der Berliner Band „Gorgeous Dean“, die Hannes, ein guter Freund von mir managte. In der Zeit zwischen 2000 & 2001 hatte ich die Band mehrmals vor der Linse. Bei den Shoots und vielen weiteren Begegnungen lernten wir uns besser kennen und mögen. Wir hatten damals alle viel mehr Zeit als heute, und da ich die beiden sehr fotogen fand, setze ich einige freie Projekte mit Ihnen um.
Die Outdoorbilder sind ganz einfache, spontane Bilder, die ohne große Planung entstanden sind. Ich hatte ein, zwei Ideen, Lust aufs Fotografieren und rief spontan Dana & Sid an. Die beiden hatten Zeit und wir fuhren zu einigen Locations in Südberlin, die ich am Tag zuvor entdeckte. Ich erinnere mich noch daran, dass es mir schon bei der Entdeckung der Orte in den Fingern kribbelte und ich so schnell wie möglich dieses Kribbeln in Bilder umsetzen wollte.
Damals mochte ich extreme Kontraste. Deshalb habe ich meine Rollfilme auch immer gecrosst, damit die Farben abstrakter und der Look härter wird. Ich liebte es, SW Filme konsequent mit Rotfilter vor der Linse zu belichten, damit der blaue Himmel schön dunkel und die Tiefen richtig schwer werden.

Die folgende Serie entstand einige Wochen früher, mit deutlich mehr Vorbereitung. Ich wollte eine freie Editorialstory umsetzen. Hannes hatte eine geeignete Wohnung, die er uns als Motiv zur Verfügung stellte. Ich hatte mir kurz vorher eine kleine Multiblitzanlage angeschafft, die ich hier einigermaßen dezent eingesetzt habe.

03/05/2021

Zurück zum Anfang 1997-1998

Es wird mal wieder Zeit für eine kleine Zeitreise auf meinem Blog. Ich habe in alten Scans meiner 6×6 Filme gestöbert, und einige Bilder gefunden, die ich gerne hier zeigen möchte. Alle Fotos wurden mit einer Zenza Bronica SQai gemacht. Damals habe ich ausschließlich Diafilme belichtet und in meinem Heimlabor im Negativprozess C-41 selbst entwickelt.

Die ersten beiden Fotos zeigen DJ Silvanova. Ihn habe ich 1993 als DJ von Olli Banjo und Teil der Band „Maximalen Lautstärke“ kennengelernt. 1997 besuchte er mich für eine kleine Fotosession in Berlin. Dabei entstanden diese Bilder, die ich in und um das ICC gemacht habe. Auch hier habe ich mit einem Blitz und Langzeitbelichtung experimentiert.

Das folgende Sprungfoto entstand 1997 im Rahmen eines Pitches für ein Fashionvideo mit den beiden Models Henrike und Frederick im Hamburger Elbtunnel. Auch hier mag ich die angeblitzte Langzeitbelichtung sehr.

Die folgende Serie machte ich von einer Amerikanerin namens Judy, die für einige Monate in Berlin zu Besuch war. Die Bilder entstanden ebenfalls 1997 im Azul, in der angegliederten Bar nebenan und im damaligen Fußgängertunnel des Nordbahnhofs. Die Fotos machte ich im Rahmen meines Studiums als freies Projekt. Ich entwarf ein Magazin mit mehreren Fotostecken zu verschiedenen Themen.

Diese Serie mit Natalie und Panterra entstand 1998 für das gleiche freie „Magazin“ Projekt im Rahmen meines Studiums. Das Thema war die Geschichte eines Überfalls. Die Fotos, die ich hier zeige, sind ein kleiner Auszug aus der gesamten Serie.

16/12/2018

Zurück zum Anfang – Maximale Lautstärke

Heute machen wir mal eine kleine Zeitreise. Es geht 25 Jahre zurück zum 11.Dezember 1993. An diesem Tag hatte ich eine schicksalhafte Begegnung mit dem 16jährigen Rapper namens Oliver Otubanjo. Er bildete mit seinem Kumpel DJ Sasa (Silvanova) die junge Deutschrap Combo „Maximale Lautstärke“, die ich für das Aschaffenburger Main Echo interviewte und fotografierte. Wir trafen uns bei ihm im Stadtteil Nilkheim. Seine Mutter öffnete die Tür, Olli war die Nacht über weg und noch gar nicht da. Ich wartete in der Küche. Als er dann nach einer gefühlten Ewigkeit auftauchte, mussten wir noch auf Sasa warten. Irgendwann waren wir vollzählig und fuhren in den Leiderer Hafen. Das war damals in meinen Augen die coolste Fotolocation in Aschaffenburg mit vielen interessanten Spots. An dem Tag wollte ich ein wenig mit meinem Stabblitz experimentieren. So richtig beherrschte ich diese Technik noch nicht, auf den Negativen sind sehr viele Bilder sehr überbelichtet, was mir in den letzten Wochen das Scannen leider erschwerte.
Aber damals führten die Bilder Olli und mich zusammen. Als ich ihm später in meinem Fotolabor die entwickelten Fotos zeigte, waren wir beide sehr begeistert über die Ergebnisse und beschlossen, in Zukunft regelmäßig zusammen zu arbeiten. Ich studierte damals schon in Berlin, war aber alle paar Monate wieder in Aschaffenburg bei meiner Familie und nutze regelmäßig die Gelegenheit, um neue Fotoideen mit Olli umzusetzen. Das war für uns beide eine gute Sache – ich hatte ein fotogenes, cooles „Model“ und Olli bekam regelmäßig neue professionelle Bilder – zu analogen Zeiten war das noch wirklich etwas Besonderes. Mit den Jahren entwickelte sich daraus eine Freundschaft, die bis heute weiter wächst. Ich erinnere mich noch daran, wie wir beide in meinem kleinen klapprigen Polo saßen und uns versprachen, dass wir uns gegenseitig auf unserem beruflichen Weg helfen werden. Mit Olli konnte ich meinen Stil verfeinern, meine eigene Bildsprache manifestieren und mein Portfolio bereichern. Durch Olli wurden große Plattenfirmen auf mich aufmerksam, ich bekam die Chance, mein erstes Video zu drehen und wurde für erste Covershoots engagiert.
Hier sind die Bilder, die die Steine ins Rollen brachten…

Für die, die der technische Aspekt interessiert – ich habe mit mindestens 2 Kameras fotografiert. Die Farbfilme waren in der Nikon F3, an die ich einen Metz Stabblitz geschraubt hatte, um ein wenig mit Blitzaufhellung zu spielen. Als -mit einem SW Film bestückte- Zweitkamera diente meine FA-2, möglicherweise kam auch noch meine F2 zum Einsatz, anders kann ich mir die Motivreihenfolge auf den Farbfilmen nicht erklären. Entwickelt habe ich alle Filme selbst. Ich hatte damals schon ein kleines Farblabor, um Farbfilme crossen zu können, und verbrachte gerne viel Zeit im Dunkeln.

Witzigerweise ist bei der Serie auch ein Bild mit einer angeblitzten Langzeitbelichtung dabei, eine Technik, die ich in den letzten Jahren einige Male bei Fotoshoots mit Fler genutzt habe, eines davon ziert das Cover seines Albums „Vibe“, einige andere finden sich im Booklet des Albums „Flizzy“.

02/04/2017

Monique

Heute gibt es mal wieder einen Beitrag einen Beitrag zum Thema „Zurück zum Anfang“. Diesmal geht es ins Jahr 1997. Ich habe damals für mein Portfolio eine kleine Strecke mit Monique gemacht. Natürlich war das damals alles analog, die Filme habe ich selbst entwickelt und dabei gecrosst. Beleuchtet habe ich mit einem Handblitz von Metz und fotografiert mit einer Zenza Bronica. Dunkle Orte mit wenig Beleuchtung waren deutlich schwieriger zu handhaben als heute, vor allem weil es keine hochempfindlichen Farbfilme für Mittelformat gab…. Aber es hat sehr viel Spaß gemacht, und ich erinnere mich sehr gerne zurück an diesen Tag vor 20 Jahren…

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