Kategorie Film

07/04/2019

Fler – Vermächtnis Video

2007 lernte ich Fler bei einem Fotoshoot für den 77store kennen. Schon damals fragte er mich, ob ich mir vorstellen könnte, mal ein Video mit ihm zu drehen. In den letzten paar Jahren, seitdem wir regelmäßig zusammenarbeiten und ich viele seiner Fotos mache, haben wir immer mal wieder über das Thema Video gesprochen, aber aus diversen Gründen hat es nie geklappt. Vor einigen Wochen erhielt ich per WhatsApp eine kurze Nachricht von Fler. Er schickte mir den Link zu einem Moodfilm von meinem Regiekollegen Art Davis und fragte mich, ob ich so ein Video drehen könnte. Natürlich kann ich ;-). In unserem darauffolgenden Telefongespräch wollte ich natürlich wissen, wieso Art Davis seine Skizze nicht selbst umsetzt. Fler sagte mir, dass er keine Zeit hat, aber er damit einverstanden ist, wenn ein anderer das Thema umsetzen würde. Ich empfand den Moodfilm als sehr gute Inspirationsquelle und schöne Projektionsfläche für meine eigene Vision und meine Interpretation des Themas. Denn klar war natürlich, dass ich dem Ganzen meinen eigenen Stempel aufdrücken wollte, um meine individuelle Version davon zu drehen. Daher war ich dann auch froh, dass mir Fler in der Umsetzung sehr viel Spielraum für eigene Ideen ließ und ich frei walten konnte. Mir war es die Atmosphäre des Clips sehr wichtig und so war ich sehr dankbar, dass das Wetter an unseren beiden Drehtagen so grau und düster war, weil das meine gewünschte triste Stimmung perfekt unterstützte. Neben dieser Atmosphäre waren mir ausdruckstarke Bilder wichtig, die man langsam und ruhig schneiden kann, das Storytelling wollte ich assoziativ, fragmentarisch und verschachtelt aufbauen. Zeit- und Realitätsebenen sollten verschwimmen. Eine Traumsequenz mit weißen Tauben stand kurzzeitig auf der Kippe, weil die Tauben bei starken Regenwetter nicht fliegen dürfen. aber zum Glück regnete es nicht zu stark. Fler war echt super professionell, vorallem als es um die Schussszene ging. Die Explosionen auf dem Körper sind richtig schmerzhaft, und wir haben sie sogar noch mal wiederholt, weil Fler mit sich selbst noch nicht zufrieden war. Er war auch richtig hart im Nehmen, als wir die Szene drehten, in dem sein Kopf ungebremst auf den Boden knallt. Das war kein Trick, das hat er echt gemacht!
Ich wollte dem Video außerdem einen tristen SW-Street Look verpassen, im Stile meiner Fotos für das Albumartwork von „Keiner Kommt Klar Mit Mir“. Als Location für die Beerdigung wünschte ich mir einen Hügel am Stadtrand mit Blick auf eine Hochhaussiedlung. Dass wir in der Kürze der Zeit genau so eine Location wie aus meiner Vision finden konnten, grenzte fast an ein Wunder und das habe ich meiner Filmproduktion Mutter und Vater zu verdanken. Aber bevor ich noch mehr schreibe – schaut es Euch einfach mal hier an:

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Credits:
Regie: Katja Kuhl
DoP: Benjamin Frik
Schnitt: Andrea Guggenberger
Color Grading: Bowcouleur
Make-up: Doshiba Vashikararai
Ausstattung: Julia Laube
SFX: Roland Tropp
Producer: Christian Schliebs
Mutter & Vater Filmproduktion

21/10/2018

Gestört Aber Geil feat. Fabian Wegerer – „Für immer wach“ Video

Vor 2,5 Wochen habe ich das Video zu „Für immer wach“ von Gestört Aber Geil feat Fabian Wegerer gedreht. Dank unseres super Teams und den zwei ganz tollen Darstellern Maren und Gerald hat der Dreh sehr viel Spaß gemacht, obwohl wir zwischendurch mit starkem Regen und kalten Temperaturen zu kämpfen hatten. Aber das konnte uns und auch die Künstler natürlich nicht lange aufhalten. Hier könnt Ihr den Clip anschauen:

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Credits:
Regie: Katja Kuhl
DoP: Elias Köhler
Schnitt: Anselm Koneffke
Color Grading: Bowcouleur
Make-up: Doshiba
Styling: Tanina Holz
Darsteller: Gerald Kremer & Maren Batschkus
Producer: Tanina Holz
Mutter & Vater Filmproduktion

02/09/2018

Capitano – Dive – Video

Es ist schon eine Weile her, dass ich mich in Frankfurt mit der Band Capitano traf, um gemeinsam mit allen Bandmitgliedern in der Küche des Sängers John Who!? nach einer simplen Videoidee für den Song „Dive“ zu suchen. Zwischen Reis, Gemüsecurry, Sprudelwasser und vielen kleinen Gedankenblitzen entstand die einfache Idee, die 4 Musiker mit Klebeband an einer Wand zu befestigen und dann ein kleines Musikvideo zu drehen. Zurück in Berlin machte ich mich mit meinen Freunden von der Mutter & Vater Filmproduktion daran, den Plan umzusetzen. Je tiefer wir in die Materie eintauchten, desto klarer wurde uns, dass dieses Konzept deutlich schwieriger umzusetzen sein wird, als ich erwartet hatte. Unsere Recherche ergab, dass es gar nicht ungefährlich ist, einen Menschen an eine Wand zu kleben. Bei diversen Versuchen, von denen wir im Internet lasen, traten bei einigen anderen Probanden schon nach gut einer Stunde, Überhitzungen, drohende Erstickung oder Ohnmacht auf. Die Capitanos versicherten mir daraufhin, dass sie sehr fokussiert und hart im Nehmen sind und das Ding auf jeden Fall durchziehen wollen. Mir war aber trotz der Hingabe der Band klar, dass ich nur eine sehr kurze Zeit haben werde, dieses Video zu drehen, bevor meine Band an der Wand kollabieren wird. Einfach tonnenweise Klebeband kaufen und die Herren dann an irgendeine Mauer rankleben, kam also nicht in Frage. Die Wand musste spezielle Schutzvorrichtungen haben, das Befestigen und Ablösen des Klebebands muss sehr schnell möglich sein, dazu sollte sie aus ästhetischen Gründen einen ganz bestimmten Grauton haben, ich brauchte eine ordentlich Mindestgröße, der Putz muss tragfähig sein und die Wand stabil. All diese Eckdaten führten dazu, dass unsere Ausstattung Set-Up uns kurzerhand eine passende 5m hohe Wand mit allen Wunschattributen baute.
Wir fingen klein an, bei den meisten closeups musste noch niemand mit seinem gesamten Gewicht an der Wand hängen. Aber als wir dann begannen, die Totalen mit John Who!? zu drehen, lief die Uhr. Er klebte tatsächlich in der Mitte der Wand. Alles war auf den Punkt vorbereitet und lag bereit, wir drehten ein paar Einstellungen mit ihm alleine und klebten dann auch noch die anderen drei an die Wand. Mit zwei Kameras fingen wir dann die coolsten Momente des Videos ein. Unter der grau geschminkten Maske schimmerte aber schon die Blässe der Übelkeit bei dem ein oder anderen Protagonisten durch. Ich rief den Jungs immer wieder Durchhalteparolen zu, weil ich wusste, dass es sich lohnen wird. Wir beeilten uns noch mehr und fingen an, die Band mit Farbbeuteln und mit Farbe gefüllten Eiern zu bewerfen. Das war ein ziemliches Gewusel, weil jede freie Hand am Set mehrfach auf die Wand Farbe werfen musste. Das hätte ein ziemlicher Spaß für uns sein können, aber die Band litt unter ihren klebrigen Fesseln und der daraus resultierenden Unbeweglichkeit. Ich weiß nicht, ob sie einfach nur ohnmächtig stoisch oder irrsinnig professionell waren, sie zogen das Ding durch. Nach knapp 3 Stunden war der ganze Spuk vorbei.

Hier könnt Ihr das Ergebnis dieser kleinen, einfachen Videoidee sehen:

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Ich verstehe im Übrigen nicht, wieso diese tolle Band immer noch ein Geheimtipp ist. Das Album „Hi“ ist super, die sind auch „live“ richtig gut. Davon könnt Ihr Euch übrigens im Herbst selbst überzeugen, dann geht die Band nämlich auf Deutschlandtour.
Meine Empfehlung, einen Gig der Band vergisst man nicht so schnell.

Credits:
Regie: Katja Kuhl
DoP: Mario Krause
Schnitt: Andrea Guggenberger
Color Grading: Bowcouleur
Make-up: Silke Zeitz
Styling: Nadine Engel
Ausstattung: Set-Up
Producer: Sabine Steyer-Violet
Mutter & Vater Filmproduktion

04/03/2018

Glashaus „Kraft“ Tour

Im Januar begleitete ich Glashaus auf einigen Terminen der Glashaus „Kraft“ Tour und habe Fotos und Videoaufnahmen gemacht, mit denen 3p die 2. Hälfte der Tour promoten wollte. Mittlerweile hat der 2. Teil der Tour begonnen. Ich habe es sehr genossen dabei zu sein, und kann es nur jedem empfehlen, sich eines der Konzerte live anzuschauen.
Hier sind einige Eindrücke:

Aus meinem gedrehten Material und dem gesammelten Aufnahmen von Freunden, Fans und 3p Mitarbeitern hat Markus Onyuru einen schönen Clip für „Meine Heimat“ zusammengebastelt, den ihr hier finden könnt:

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Sowohl die Fotos, als auch die Videoaufnahmen habe ich mit meinen beiden Fujifilm Kameras, X-T2 und X-Pro2 gemacht. Es war super, mit so leichtem Equipment unterwegs zu sein und trotz stellenweise schwieriger Lichtverhältnisse gutes Bildmaterial zu bekommen.

11/02/2018

I Salute – How you like me now

An einem fürchterlich kalten Tag im Dezember habe ich mit Hilfe von vielen lieben talentierten Menschen für die beiden Jungs von I Salute: Sören Geißenhöner und Magnus Wichmann das Video zu dem Song „How You Like me Now“ gedreht. Der Dreh war ziemlich hart, viele Stunden in der Kälte der Nacht erschwerten das Ganze und forderten uns alle heraus. Zu allem Überfluss zog ich mir bei einem unbedachten Zusammenstoss mit dem Türrahmen unseres Teamfahrzeugs eine kleine Gehirnerschütterung zu und kämpfte dann gegen meine eigenen Befindlichkeiten. Aber der Kampf hat sich -glaube ich- gelohnt. Ich mag das Video und den Song sehr:

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DoP Benjamin Frik
editing Markus Brandt
vfx Nicolas Kamenisch
1st AC Jan Kremzow
gaffer Peter Bromme
electrician Stefan Müller
make up Katharina Stengele
color grading Bowcouleur
…und ich habe Regie geführt

Vielen Dank auch an den Cast, die trotz der Kälte da waren und die Band unterstützt haben.
Heidrun Schulz
Frederic Phung
Markus Brandt
Nicolas Kamenisch

Für die, die wissen wollen, was ich mir dabei gedacht habe – ich habe das Ganze mal in wenigen Sätzen zusammengefasst:
Das Video ist eine Metapher. Wir skizzieren eine assoziative, surreale Geschichte, die Sörens Auseinandersetzung mit Selbstzweifeln und Ängsten visualisiert.
In einer Welt, in der die Realität viele Facetten hat und die eigene Selbstwahrnehmung viel zu oft von äußeren Einflüssen gelenkt wird, kämpft Sören gegen seine Dämonen.
Er befindet sich in einen Zustand der Orientierungslosigkeit und sucht seinen Weg zwischen äußeren Reizen, irrationalen Ängsten und eigenen Selbstzweifeln.

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