Mein fünftes Porträtshooting mit Matthias Koeberlin führte mich nach Köln, eine Stadt, in der ich sonst kaum bin. Weil ich an den Tagen davor bereits für ein anderes Projekt dort war, passte es perfekt. Und Matthias freute sich, ausnahmsweise nicht zu mir nach Berlin reisen zu müssen, um neue Fotos machen zu lassen. Am Vormittag unserer Session bin ich allein losgezogen und habe nach passenden Orten gesucht. Den Tipp für die Unterführung bekam ich von meinem Kollegen Sascha Etzbach. Direkt um die Ecke entdeckte ich eine Kirche mit spannenden Oberflächen und Texturen. Den Rest fotografierten wir in der Umgebung des Hauptbahnhofs. Dort fand ich spannende urbane Spots, die perfekt in mein Locationsuchraster passten. Es war ein sehr kalter Tag im Februar. Matthias nahm es gelassen, stand entspannt im T-Shirt vor der Kamera und blieb erstaunlich locker.
Mir dagegen froren fast die Finger an der Kamera fest. Aber vielleicht braucht es genau diesen Kontrast von äußerer Kälte und innerer Ruhe.