An einem sehr heißen Tag im letzten Sommer fotografierte ich die junge Schauspielerin Nina Gummich. Wegen der Hitze und dem besseren Licht legten wir den Beginn des Shootings auf den späten Nachmittag. Wir begannen an einer Straßenecke im Prenzlauerberg und arbeiteten uns dann langsam in den Westen von Berlin vor. Ich hatte kurz zuvor bei einer Radtour einen ewig langen Fußgängertunnel entdeckt, an dem ich unbedingt fotografieren wollte. Das ständig wechselnde Mischlicht an dieser schönen Location und ein hohes Fußgängeraufkommen erschwerte uns die Arbeit ungemein, konnte uns aber nicht den Spaß rauben. Am Ende des Tages ging uns dann an der letzten Location beinahe das Licht aus, aber dank der hohen Lichtempfindlichkeit der D4 und offener Blende ging das gerade noch und die 6400 ISO haben ja auch ihren eigenen Charme…
Kategorie Allgemeines
Ben Ivory – The Righteous Ones Single Cover
Ich bin ein bißchen spät, was die Präsentation des Single Covers für Ben Ivory in diesem Blog betrifft. Ben nahm nämlich mit dem Song schon im Februar bei „Unser Song für Malmö“, dem Grand Prix Vorentscheid, teil. Da das Album dann zeitnah erscheinen sollte, wollte ich darauf warten, um dann gleich alle Fotos aus dem Shooting (eines meiner Lieblingsprojekte aus dem letzten Jahr) zu zeigen.
Da die Album VÖ aber um einige Monate verschoben wurde, möchte ich Euch heute schon einige der bereits veröffentlichten Fotos präsentieren:
Das Team:
Styling: Kilian Kerner
Make Up: Philipp Verheyen
Ausstattung: Set.up-filmdeko
Assistenz: Sebastian Glowinski, Chris Noltekuhlmann, Sandrine Appel
Studio: kleines Havelstudio, Atelier 2
Klas Bömecke
Die Fotos der Woche zeigen Porträts von Klas Bömecke, den ihr wahrscheinlich als Moderator von Galileo kennt. An einem sonnigen Herbsttag fuhren wir zu zweit quer durch Berlin, um an den verschiedensten Orten ein paar Bilder zu machen. Klas ist ein sehr sympathischer Typ, mit dem die Zusammenarbeit sehr viel Spaß machte.
Deadly Sins
Anfang des Jahres arbeitete ich mit dem Kostümbildner und Stylisten Sebastian Simon und der Visagistin Carina Wittmann an einem sehr schönen Projekt. Wir inszenierten die 7 Todsünden.
Sebastian entwarf phantasievolle Kostüme, die jeweils eine Todsünde thematisierten und somit zur Sünde in Menschengestalt wurden.
Ich entschied mich für eine abstrakte fotografische Umsetzung mit angeblitzten Langzeitbelichtungen.
Als Assistent half mir Chris Noltekuhlmann, Sofie Uhla war für die Haare zuständig. Die Models waren: Neid: Emilio, Geiz: Dennis, Wolllust: Gökhan, Völlerei: Daniel, Eitelkeit: Henry, Faulheit: Alberto, Zorn: Guille
Die Serie wurde gerade in dem südamerikanischen Idem Magazin veröffentlicht. Bis jetzt habe ich selten die Fotos im Magazinlayout präsentiert. Allerdings gefällt mir das Layout von Idem so gut, dass ich Euch heute zeige, wie man sie bei Idem sehen kann.
Das Konzept zu dem Projekt liest sich folgendermaßen:
Der Katechismus der katholischen Kirche nennt ein besonders schweres Vergehen eine Todsünde durch das „ein Mensch bewußt und frei Gott und sein Gesetz sowie den Bund der Liebe, den dieser ihm anbietet, zurückweist, indem er es vorzieht, sich sich selbst zuzuwenden oder irgendeiner geschaffenen und endlichen Wirklichkeit, irgeneiner Sache, die im Widerspruch zum göttlichen Willen steht.“
So wie Papst Johannes Paul II es im Apostolischen Schreiben von 1984 konkretisierte, wurde der Lasterkatalog in seinen Ursprüngen im 6.Jahrhundert von Papst Gregor I bereits formuliert und diese Laster haben wir als schlechte Charaktereigenschaften tief verinnerlicht.
In moderner Ausführung begegnen wir einigen der Todsünden formuliert als Sünden bezüglich der Grundsätze ethischen Handelns in der kapitalistischen Welt von Mahatma Gandhi. Er nennt sie
Reichtum ohne Arbeit, Genuss ohne Gewissen, Wissen ohne Charakter, Geschäft ohne Moral, Wissenschaft ohne Menschlichkeit, Religion ohne Opferbereitschaft und Politik ohne Prinzipien.
Sei es nun die anstehende Wahl eines neuen Pabstes, der Gammelfleischskandal oder der Individualismusdebatte unserer Gesellschaft – das Thema der (Tod-) Sünden ist wohl stets präsent und umgibt uns in unserem alltäglichen Handeln, sei es als spontane Regung, Antrieb kriminellen Handelns oder als persönliche Phantansie. Aus diesem Antrieb liefern wir Euch eine fotografisch abstrakte Visualisierung der 7 Todsünden. Das Thema der Sünde wird in ihrer Ambivalenz Verbot & Reiz durch zweifarbiges Licht sowie Kontrastierung treffend umgesetzt, die Abstraktion lässt Interpretationsspielraum für jeden, der sich mit dem Thema schon einmal auseinandergesetzt hat.
Hier gibt es noch ein paar Fotos, die es nicht ins Magazin geschafft haben:
Emma 6 – Wie es nie war
Mein neuestes Video für Emma6 zu dem Track „Wie es nie war“ feierte vor einigen Tagen Premiere. Absurd und seltsam sollte es sein. Ich denke, das funktioniert, oder?
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Emma6 — Wie es nie war – MyVideo
Ein paar Fotos habe ich auch noch gemacht:












































