Letztes Jahr habe ich mir für ein Projekt einen Tag Zeit genommen, um außergewöhnliche Locations in der Natur zu suchen. Mir fiel dabei ein spezieller Ort südlich von Berlin ein, an dem ich vor knapp 20 Jahren mal eine Band fotografiert habe. Die Landschaft war damals sehr speziell und mit vereinzelten Bauten der russischen Armee versetzt. Ich fuhr dorthin, um zu gucken wie es dort heute aussieht. Natürlich hat sich über die Jahre alles sehr verändert. Die Landschaft hat ihre Ursprünglichkeit verloren und wirkte sehr aufgeräumt, viele der alten Gebäude wurden abgerissen und ein Teil des Charmes ging verloren. Aber dafür sind auch einige – damals eher langweilige Orte – heute spannend. Es ist eben alles im Fluss. besondere Orte verschwinden und an anderer Stelle entstehen neue spannende Ecken, einige weil sie neu gebaut werden, und andere weil sie in den letzten 20 Jahren an Patina und Charakter gewonnen haben. So kam ich an diesem Abend mit neuen Erkenntnissen zurück nach Hause. Ich fand zwar nicht die Location, die ich ursprünglich im Kopf hatte, dafür entdeckte ich einige Spots, die sich für Porträtfotos gut eignen. Und so habe ich spontan die anstehende Porträtsession mit dem Schauspieler Benjamin Bieber, die eine Woche später stattfand, dorthin verlegt.
Die Zusammenarbeit mit Benjamin an diesem Ort machte mir sehr viel Spaß und die recht weite Fahrtzeit hat sich meiner Meinung nach gelohnt. Es gibt eine ganze Menge Fotos aus der Session, die mir gut gefallen. Hier sind meine Favoriten:

Kategorie Allgemeines
Könnt ihr uns hören?
Hannes Perkmann
Diese schöne Fotosession mit dem Schauspieler Hannes Perkmann fand im Winter bei Minusgraden im Freien statt. Vielleicht lag es daran, dass Hannes aus Südtirol kommt und durch die Nähe zu den Alpen und den Dolomiten bekleidungstechnisch besser auf den Umgang mit Kälte eingestellt ist, aber ich hatte niemals zuvor ein solch entspanntes Shooting in der Kälte. Hannes fror einfach nicht, oder war einfach extrem gut darin, es sich nicht anmerken zu lassen. Keine eingefrorenen Gesichtszüge, kein Zittern, und keine bläulich-rötliche Verfärbungen auf der Haut. Das war wirklich beeindruckend. Ich freute mich, dass wir alle Motive entspannt outdoor fotografieren konnten und mag die Bilder wirklich sehr.
Matthias Koeberlin
Mit Matthias habe ich in den letzten 10 Jahren schon häufiger zusammengearbeitet. Vor einer Weile rief mich seine Agentin an, weil sie dringend ein aktuelles Pressefoto von ihm benötigt. Da meine letzte Fotosession mit Matthias aber auch schon wieder 2 Jahre her war, und er mittlerweile seinen Look geändert hat, haben wir kurzerhand ein klitzekleines Porträtshooting anberaumt. Matthias nahm sich in einer Drehpause eine gute halbe Stunde Zeit, ich holte ihn ab und wir gingen kurz ums Eck, um an einer geeigneten Location, die ich vorher rausgesucht hatte, ein paar Fotos zu machen.

Code orange
Dies hier ist meine dritte und letzte Serie aus meiner Fotosession mit Dennis im verbrannten Wald. Ich wollte unbedingt eine knallige Farbe als Kontrast zu dem dunklen Grautönen der Bäume haben und war sehr glücklich über den orangefarbigen Hoodie von Dennis. Hier dreht sich also alles um den Farbkontrast und die Stimmung und den – wie immer – sehr fotogenen Dennis.




















































