Im letzten Herbst stolperte ich zufällig bei Facebook über eine Veranstaltung namens „Beelitz Heilstätten Shootingday“. Ich habe mich direkt an die Zeit vor 10, 12 Jahren erinnert, als ich dort ein paar echt schöne freie Projekte fotografierte, an die ich gerne zurückdenke. Die Erinnerungen und die Neugier auf den heutigen Zustand haben mich dann dazu motiviert, an dem Event teilzunehmen. Da die Veranstaltung ausgebucht war, waren eine ganze Menge Teilnehmer vor Ort, das Publikum war bunt gemischt, viele sehr ambitionierte Hobbyfotografen mit entsprechenden Modellen, einige Cosplayleute in verrückten Kostümen, und einige Leute, die dort ganz liebevoll ausgestattete Sets aufgebaut haben. Ich war eher daran interessiert, die Gebäude zu durchstreifen, in der Hoffnung mein Lieblingsmotiv von damals wiederzufinden, ein Zimmer, das knöcheltief unter Wasser stand. Das gab es aber leider nicht mehr. Nach einer guten Stunde, hatte ich alles gesehen, was mich interessierte. Während ich mich anschließend in der improvisierten Aufenthaltsecke mit einem Kaffee aufwärmte, kam ich mit Merve, einer sympathischen Tänzerin ins Gespräch und wir beschlossen, spontan ein paar Fotos zu machen.
Diese kleine Fotostrecke entstand als Abschluss meiner freien Ostseesession mit Till. Die Location ist eine leerstehende Baracke in der Nähe eines Industriehafens, die ich auf meiner Locationtour einige Tage zuvor zufällig gefunden hatte. Ich mochte die Abwesenheit von urbanen Graffitis wirklich sehr. Nicht mal ein einziges Tag war an den Wänden zu sehen. Till und ich fanden, dass dieser Ort am Besten zu seinem Kimono passen wird, die Kombi mit seinen Stiefeln, Zigarette und Sonnenbrille hat einen Swag, der uns sehr gut gefiel. Christopher Grigat hat auch hier assistiert.
Heute zeige ich den 2. Teil von meiner jüngsten Fotosession mit dem Schauspieler Joachim Foerster. Diese Bilder entstanden kurz vor Sonnenuntergang am Strand. Wir sind ewig lang gelaufen, um zu einem Ort zu kommen, den ich einige Wochen bei einer Locationsuche entdeckt hatte. Ich hatte es aber etwas unterschätzt, wie mühsam ein knapp 2 km langer Fußweg über den weichen Strand mit schwerem Equipment und einigem Zubehör werden kann. Trotzdem hat es sich gelohnt. Ich mag die Bilder sehr, auch wenn man hier vielleicht nicht so deutlich erkennt, warum wir so weit gelaufen sind ;-). Das verrate ich bei einer anderen Gelegenheit.
Von Conny habe ich vor einer Weile in München einige Porträts gemacht. Die Zielsetzung war damals, Bilder zu schaffen, die einerseits auch als Businessporträts geeignet sind, aber trotzdem authentisch, sympathisch und individuell sind. Ich finde, das ist uns gut gelungen.
Anfang des Jahres habe ich wieder an einem Netflixprojekt gearbeitet und durfte die Kampagne für die Serie „Skylines“ fotografieren. Diesmal sollten die Motive sehr composinglastig sein. Ich habe an einem Tag in Frankfurt die Skyline fotografiert und zwei weitere Tage lang in Berlin im Studio die Hauptdarsteller: Edin Hasanovic, Peri Baumeister, Murathan Muslu, Erdal Yildiz, Richy Müller, Anna Herrmann und die Musiker: Nimo, Azzi Memo, Nura, Olexesh und Miss Platnum. Hier sind die Hauptmotive der Kampagne:
Vielen Dank an das ganze Team: Client: Dora von Netflix Creative Direction: MMarchNY Production: Priscilla Mesquita & Philip Hohn von Granny Photo Assistant: Paul Skulimma Gaffer: Jonathan Beneteau Stylist: Svenja Gassen Hair & Make Up: Nicole Durovic & Dana Schumacher